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GPR171 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-412047 | 20 µg | $397.00 |
GPR171 kodiert einen verwaisten G‑Protein‑gekoppelten Rezeptor der Klasse A (rhodopsinähnlich), der überwiegend an inhibitorische Signalwege gekoppelt ist und an der Modulation des intrazellulären cAMP sowie nachgeschalteter transkriptioneller Programme beteiligt ist. Er wird in immunologischen und neuronalen Kontexten exprimiert, wo er mit der Regulation des zellulären Signaltonus, neuromodulatorischen Schaltkreisen und der Entzündungsantwort in Verbindung gebracht wurde. Berichtete Interaktionen mit dem Neuropeptid BigLEN deuten auf eine Rolle in peptidvermittelter GPCR‑Signalgebung und der netzwerkweiten Kontrolle zellulärer Aktivierungszustände hin. Veränderte GPCR‑Signalgebung unter Beteiligung von GPR171 wurde im Zusammenhang mit neuroverhaltensbezogenen Phänotypen und der Immunregulation untersucht, was seine Relevanz für pathway‑basierte Studien der rezeptorvermittelten Signaltransduktion unterstreicht.
Das GPR171 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des GPR171-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des GPR171-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von GPR171 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die GPR171-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von GPR171-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der GPR171-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.