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CKR-1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-419701 | 20 µg | $397.00 |
Ccr1 kodiert den Chemokinrezeptor CKR-1 (CCR1), einen G‑Protein‑gekoppelten Rezeptor, der entzündliche CC‑Chemokine bindet und so Leukozytenchemotaxis, Adhäsion und Gewebeinfiltration steuert. Die CKR‑1‑Signalübertragung rekrutiert heterotrimere G‑Proteine und aktiviert Calciumflüsse, MAPK/ERK‑Kaskaden sowie PI3K‑abhängige Signalwege, die das Zytoskelett‑Remodeling und die gerichtete Migration koordinieren. In murinen Immunkompartimenten trägt Ccr1 zum Trafficking von Monozyten/Makrophagen und Neutrophilen bei und prägt zytokingesteuerte Entzündungsschaltkreise. Eine fehlregulierte CCR1‑Aktivität wurde mit Modellen entzündlicher und autoimmunähnlicher Pathologien in Verbindung gebracht und u. a. im Kontext von Infektionen, Fibrose und der tumorassoziierten Rekrutierung myeloider Zellen untersucht.
Das CKR-1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Ccr1-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Ccr1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Ccr1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die CKR-1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Ccr1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der CKR-1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.