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CD72 Double Nickase Plasmid (h) | sc-404054-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
CD72 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-404054-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
CD72 ist ein B‑zellrestriktiertes Typ‑II‑Transmembranglykoprotein, das als immunregulatorischer Korezeptor fungiert und Signale des Antigenrezeptors mit intrazellulären inhibitorischen Signalwegen koppelt. Über die Phosphorylierung des immunrezeptor‑Tyrosin‑basierten inhibitorischen Motivs (ITIM) und die Rekrutierung von Phosphatasen wie SHP‑1/SHIP moduliert CD72 die durch den B‑Zell‑Rezeptor (BCR) gesteuerten Aktivierungsschwellen, den Kalziumfluss sowie nachgeschaltete MAPK‑ und PI3K‑Signalwege. CD72 bindet zudem den Semaphorin‑Liganden SEMA4D (CD100) und beeinflusst dadurch B‑Zell–T‑Zell‑Interaktionen, Keimzentrumsreaktionen und die periphere Toleranz. Eine fehlregulierte CD72‑Signalgebung wird mit veränderter B‑Zell‑Homöostase und Autoimmunität in Verbindung gebracht; seine Expression und der Kontext des zugehörigen Signalwegs werden häufig in der Biologie von B‑Zell‑Malignomen sowie in Studien zur Immunmikroumgebung untersucht.
CD72 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des CD72-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von CD72 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die CD72-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit CD72-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.