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ALG2 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-410220-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane **ALG2**-Gen kodiert eine mit dem endoplasmatischen Retikulum assoziierte Mannosyltransferase, die während der Assemblierung des lipidgebundenen Oligosaccharid‑Vorläufers, der für die N‑verknüpfte Glykosylierung erforderlich ist, die schrittweise Addition von Mannoseresten katalysiert. Über seine Rolle im Dolichol‑Pfad und in der ER‑Qualitätskontrolle unterstützt **ALG2** die korrekte Proteinfaltung, den Transport und die Reifung von Glykoproteinen bei sekretorischen und membranständigen Proteinen. Störungen der frühen N‑Glykanbiosynthese können ER‑Stressreaktionen auslösen und weitreichende Veränderungen der Funktion von Zelloberflächenrezeptoren sowie von Signalisierungsnetzwerken verursachen. Abweichende Glykosylierung wird mit vielfältigen pathologischen Phänotypen in Verbindung gebracht, wodurch **ALG2** einen nützlichen Ansatzpunkt für die Untersuchung von Glykoproteostase, der Biologie des sekretorischen Weges und glykanabhängiger Zellfunktionen in humanen Systemen darstellt.
ALG2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen ALG2-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
ALG2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des ALG2-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der ALG2-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen ALG2-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native ALG2-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von ALG2-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des ALG2-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem ALG2-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.