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XBP1 CRISPR Activation Plasmid (m) | sc-423727-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
XBP1 CRISPR Activation Plasmid (m2) | sc-423727-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
Das murine Xbp1 kodiert den Transkriptionsfaktor XBP1, einen zentralen Regulator der unfolded protein response (UPR), der bei Stress des endoplasmatischen Retikulums (ER) nachgeschaltet durch die IRE1α‑vermittelte mRNA‑Spleißung aktiviert wird. XBP1 steuert Transkriptionsprogramme, die die Faltungskapazität des ER erweitern, den ER‑assoziierten Abbau (ERAD) fördern und die Differenzierung sekretorischer Zellen sowie die Immunglobulinproduktion in Plasmazellen unterstützen. Durch die Integration von Proteostase, Lipidstoffwechsel und inflammatorischer Signalgebung beeinflusst XBP1 die zelluläre Anpassung an metabolischen Stress und Immunaktivierung. Eine fehlregulierte XBP1‑Signalübertragung wurde mit pathologischen ER‑Stresszuständen in Verbindung gebracht, die in Modellen zu Entzündung, Neurodegeneration, Diabetes und Krebsbiologie untersucht werden.
XBP1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen Xbp1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
XBP1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des Xbp1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der Xbp1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen XBP1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native Xbp1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von XBP1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des XBP1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem Xbp1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.