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Tenascin-R CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402968-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
Tenascin-R CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-402968-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
TNR kodiert Tenascin‑R, ein in der extrazellulären Matrix vorkommendes Glykoprotein, das im zentralen Nervensystem angereichert ist und während der neuronalen Entwicklung sowie der synaptischen Organisation im Erwachsenenalter Zell‑Zell‑ und Zell‑Matrix‑Interaktionen moduliert. Tenascin‑R trägt zur Axonleitung, zum Neuritenauswuchs, zur Myelinisierung und zur Architektur perineuronaler Netze bei, indem es Adhäsion und Signalübertragung mit Proteoglykanen und anderen Matrixkomponenten koordiniert. Über diese Funktionen beeinflusst es neuronale Plastizität, die Reifung inhibitorischer Schaltkreise und die Glia‑Neuron‑Kommunikation – Prozesse, die häufig in der Biologie neuroentwicklungsbezogener und neurodegenerativer Erkrankungen untersucht werden. Verändertes Remodeling der extrazellulären Matrix und eine veränderte Dynamik perineuronaler Netze im Zusammenhang mit einer Dysregulation von TNR sind für die Forschung zu Epilepsie, psychiatrischen Erkrankungen und verletzungsassoziierter Plastizität relevant, ohne klinische Ergebnisse zu implizieren.
Tenascin-R Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen TNR-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Tenascin-R Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des TNR-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der TNR-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Tenascin-R-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native TNR-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Tenascin-R-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Tenascin-R-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem TNR-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.