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SYNDIG1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-408960-ACT | 20 µg | $397.00 |
SYNDIG1 (synapse differentiation induced gene 1) kodiert ein neuronales Transmembranprotein, das an exzitatorischen Synapsen angereichert ist und dort zur Synaptogenese sowie zur Organisation postsynaptischer Signalkomplexe beiträgt. Es ist an der Regulation des AMPA-Rezeptor-Transports beteiligt und unterstützt die aktivitätsabhängige synaptische Reifung, wodurch es mit Signalwegen verknüpft ist, die die exzitatorische Neurotransmission und die Ausbildung neuronaler Schaltkreise steuern. Aufgrund seiner Rolle in synaptischer Entwicklung und Plastizität sind Veränderungen der SYNDIG1-Expression oder -Funktion für Studien zu Mechanismen neuroentwicklungsbedingter und neuropsychiatrischer Erkrankungen relevant, die durch ein Ungleichgewicht zwischen exzitatorischer und inhibitorischer Aktivität sowie gestörte glutamaterge Signalübertragung gekennzeichnet sind.
SYNDIG1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SYNDIG1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
SYNDIG1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SYNDIG1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SYNDIG1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen SYNDIG1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SYNDIG1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von SYNDIG1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des SYNDIG1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SYNDIG1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.