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SURF-4 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-407135-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das menschliche SURF4-Gen kodiert SURF-4, ein multipassiges Membranprotein des endoplasmatischen Retikulums (ER), das an der Organisation des frühen sekretorischen Wegs sowie an der Frachtverarbeitung zwischen ER und Golgi-Apparat beteiligt ist. SURF-4 wurde mit ER-Export- und Qualitätskontrollprozessen in Verbindung gebracht, die die Proteostase prägen und dadurch den intrazellulären Transport sowie die Verfügbarkeit sekretierter und membranständiger Proteine beeinflussen. Über seine Funktion an der ER-Schnittstelle überschneidet sich SURF-4 mit Signalwegen, die den vesikelvermittelten Transport, ER-Stress-Signalisierung und die Homöostase der Proteinfaltung steuern. Eine veränderte Regulation des sekretorischen Transports und der ER-Proteostase ist für unterschiedliche Krankheitsmechanismen relevant, unter anderem in Kontexten, in denen Sekretion, Rezeptorpräsentation oder stressadaptive Umgestaltung zu zellulärer Dysfunktion beitragen.
SURF-4 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SURF4-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
SURF-4 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SURF4-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SURF4-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen SURF-4-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SURF4-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von SURF-4-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des SURF-4-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SURF4-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.