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STAU1 Double Nickase Plasmid (h) | sc-402630-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
STAU1 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-402630-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
STAU1 (Staufen double-stranded RNA binding protein 1) ist ein konserviertes RNA-bindendes Protein, das strukturierte RNAs erkennt und die posttranskriptionelle Genexpression über mRNA-Lokalisierung, -Stabilität und -Translation reguliert. Es ist ein zentraler Faktor des Staufen-vermittelten mRNA-Abbaus (SMD) und verknüpft doppelsträngige RNA-Elemente in Zieltranskripten mit Abbauwegen, die die Proteomzusammensetzung mitbestimmen. STAU1 ist außerdem an der Dynamik von Ribonukleoprotein-Granula und an Stressantworten beteiligt und beeinflusst dadurch den RNA-Transport sowie die Kontrolle der Translation im Zytoplasma. Eine Fehlregulation des STAU1-abhängigen RNA-Stoffwechsels wird mit veränderter neuronaler und muskulärer Homöostase in Verbindung gebracht und wird häufig im Kontext von Neurodegeneration sowie RNA-Granula-assoziierten Erkrankungen untersucht.
STAU1 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des STAU1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von STAU1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die STAU1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit STAU1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.