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SEMA3F CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403710-ACT | 20 µg | $397.00 |
SEMA3F kodiert Semaphorin-3F, einen sezernierten Leitfaktor, der vor allem über Neuropilin- und Plexin-Rezeptoren signalisiert und so das Zytoskelett-Remodeling, die gerichtete Zellmigration und die Axonleitbahnfindung reguliert. In nicht-neuronalen Geweben ist SEMA3F an Signalwegen beteiligt, die die Zell-Zell-Kommunikation, die Dynamik von Zelladhäsion und die Gefäßmusterbildung steuern, und wird damit mit Prozessen wie Gewebeorganisation und Signalgebung im Mikromilieu in Verbindung gebracht. Eine veränderte SEMA3F-Expression wurde in der Krebsbiologie mit dysregulierter Motilität und invasivem Verhalten assoziiert; zudem wird SEMA3F in neuroentwicklungs- und neuroinflammatorischen Kontexten untersucht, in denen Leitfaktoren die Schaltkreisbildung und den Immun–Neuron-Dialog prägen. Als ligandengetriebener Regulator der Semaphorin-Signalgebung stellt SEMA3F einen gut zugänglichen Ansatzpunkt dar, um rezeptorvermittelte Leit- und Migrationsprogramme zu untersuchen.
SEMA3F Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SEMA3F-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
SEMA3F Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SEMA3F-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SEMA3F-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen SEMA3F-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SEMA3F-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von SEMA3F-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des SEMA3F-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SEMA3F-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.