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SCD4 CRISPR Activation Plasmid (m) | sc-435929-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das murine Gen **Scd4** kodiert die Stearoyl-CoA-Desaturase 4 (SCD4), ein mit dem endoplasmatischen Retikulum assoziiertes Enzym, das gesättigte Fettsäureacyl-CoAs durch Einführung einer **cis**-Doppelbindung in einfach ungesättigte Fettsäuren umwandelt. Indem SCD4 das zelluläre Gleichgewicht zwischen gesättigten und ungesättigten Lipiden mitbestimmt, beeinflusst es die Membranfluidität, die Biogenese von Lipidtröpfchen sowie die Verfügbarkeit von Substraten für die Synthese von Triglyzeriden, Phospholipiden und Cholesterinestern. Die Scd4-Aktivität greift in lipogene Transkriptionsprogramme ein, die durch die SREBP/INSIG-Signalgebung reguliert werden, und ist in Stoffwechselwege eingebunden, die die Fettsäureoxidation und die Energiehomöostase steuern. Eine veränderte, desaturaseabhängige Lipid-Umgestaltung ist für Studien zu Stoffwechselstörungen und Entzündung relevant, da Verschiebungen im Lipidsättigungsgrad ER-Stressantworten und nachgeschaltete Signalwege modulieren können.
SCD4 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen Scd4-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
SCD4 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des Scd4-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der Scd4-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen SCD4-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native Scd4-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von SCD4-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des SCD4-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem Scd4-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.