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Ribosomal Protein L11 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401955-ACT | 20 µg | $397.00 |
RPL11 kodiert das ribosomale Protein L11, einen Kernbestandteil der großen 60S-Ribosomenuntereinheit, der die Ribosomenbiogenese und eine effiziente Elongation der Translation unterstützt. Über seine strukturelle Funktion hinaus ist RPL11 an der Signalgebung bei nukleolärem Stress beteiligt, indem es die MDM2–TP53-Achse moduliert und so Störungen der Ribosomenassemblierung mit der p53-abhängigen Kontrolle des Zellzyklus und der Apoptose verknüpft. Eine veränderte RPL11-Dosierung oder -Funktion wird mit Ribosomopathie-Phänotypen und krebsrelevanten Signalwegen in Verbindung gebracht, unter anderem durch Auswirkungen auf Proteostase, Wachstumsregulation und Checkpoint-Überwachung. Daher wird RPL11 häufig in Zusammenhängen wie nukleolärer Integrität, Kontrolle der Translation und stressresponsiven Tumorsuppressor-Netzwerken untersucht.
Ribosomal Protein L11 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen RPL11-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Ribosomal Protein L11 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des RPL11-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der RPL11-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Ribosomal Protein L11-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native RPL11-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Ribosomal Protein L11-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Ribosomal Protein L11-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem RPL11-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.