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Rb CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400116-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane RB1-Gen kodiert das Retinoblastom-Protein (Rb), einen zentralen Tumorsuppressor, der den G1/S-Kontrollpunkt steuert, indem er E2F-Transkriptionsfaktoren bindet und die Expression zellzyklusrelevanter Gene koordiniert. Die Rb-Aktivität wird durch Phosphorylierung via Cyclin D–CDK4/6 und Cyclin E–CDK2 reguliert und verknüpft mitogene Signalgebung mit dem Eintritt in die DNA-Replikation, Chromatin-Remodeling und Differenzierungsprogrammen. Über die Zellzykluskontrolle hinaus beeinflusst RB1 die Genomstabilität, Seneszenz und transkriptionelle Repression durch Interaktionen mit Histonmodifikatoren und SWI/SNF-Komplexen. Eine Störung der Signalübertragung im RB1-Signalweg ist breit mit dereguliertem Wachstum assoziiert und wird häufig bei Krebserkrankungen und anderen proliferativen Störungen beobachtet, wodurch RB1 einen zentralen Knotenpunkt für mechanistische Studien zur Zellzykluskontrolle darstellt.
Rb Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen RB1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Rb Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des RB1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der RB1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Rb-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native RB1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Rb-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Rb-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem RB1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.