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PAP-β CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403907-ACT | 20 µg | $397.00 |
PAPOLB kodiert die Poly(A)-Polymerase Beta (PAP-β), eine in den Hoden angereicherte, nicht-kanonische Poly(A)-Polymerase, die Poly(A)-Schwänze ausgewählter mRNAs verlängert und damit die posttranskriptionelle Genregulation unterstützt. Durch die Modulation der mRNA-Stabilität und der Translationseffizienz trägt PAP-β zu RNA-Verarbeitungsprogrammen bei, die für die Spermatogenese und die Differenzierung von Keimzellen zentral sind. Veränderte Polyadenylierungsdynamiken und ein gestörter RNA-Stoffwechsel stehen mit Infertilitätsphänotypen sowie einer breiteren Fehlregulation von Genexpressionsnetzwerken in Krebs und anderen komplexen Erkrankungen in Zusammenhang. PAPOLB dient daher als nützliches Modell zur Untersuchung der zytoplasmatischen Polyadenylierung, des Transcriptom-Remodelings und der keimbahnspezifischen RNA-Kontrolle.
PAP-β Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen PAPOLB-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
PAP-β Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des PAPOLB-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der PAPOLB-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen PAP-β-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native PAPOLB-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von PAP-β-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des PAP-β-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem PAPOLB-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.