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MUTYH Double Nickase Plasmid (h) | sc-404076-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
MUTYH Double Nickase Plasmid (h2) | sc-404076-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
MUTYH kodiert eine DNA‑Glykosylase, die die Basenexzisionsreparatur einleitet, indem sie Adenine erkennt und entfernt, die fehlgepaart mit 8‑Oxo‑7,8‑Dihydroguanine sind, und dadurch G:C→T:A‑Transversionen infolge oxidativer DNA‑Schäden begrenzt. Diese Aktivität trägt während der Replikation zur Genomstabilität bei und ist mit nachgeschalteten BER‑Faktoren sowie replikationsgekoppelten Reparaturprozessen verknüpft, um die chromosomale Integrität zu erhalten. Eine Störung oder verminderte Funktion von MUTYH ist mit einer erhöhten Mutationslast und genomischer Instabilität assoziiert und ist besonders relevant für die Prädisposition zu kolorektalen Tumoren sowie verwandte Phänotypen von DNA‑Reparaturdefekten. Daher wird MUTYH häufig im Kontext von oxidativen Stressantworten, Mutationsvermeidungswegen und Mechanismen untersucht, die somatische Mutationssignaturen prägen.
MUTYH Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des MUTYH-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von MUTYH abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die MUTYH-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit MUTYH-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.