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MOZ CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403564-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen **KAT6A** kodiert die Lysin-Acetyltransferase **MOZ**, eine Histonacetyltransferase der **MYST-Familie**, die **H3/H4** acetylisiert und als transkriptioneller Ko‑Regulator an **Enhancern** und **Promotoren** wirkt. MOZ ist in die **Chromatin-Remodellierung** und die **RNA‑Polymerase‑II‑abhängige** Transkription eingebunden und steuert Programme der Zellschicksalsentscheidung, darunter die **hämatopoetische Differenzierung** sowie die Aufrechterhaltung von **Stamm-/Vorläuferzellen**. Über seine Funktionen in der epigenetischen Regulation beeinflusst KAT6A Signalwege, die **Proliferation**, **DNA‑Schadensantworten** und **linienspezifische Genexpression** kontrollieren. Eine Dysregulation der KAT6A/MOZ‑Aktivität – einschließlich **onkogener Fusionsereignisse** und veränderter Expression – wurde mit **hämatologischen Malignomen** sowie mit einer breiteren transkriptionellen/epigenomischen Instabilität in Verbindung gebracht, die für die Krebsbiologieforschung relevant ist.
MOZ Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen KAT6A-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
MOZ Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des KAT6A-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der KAT6A-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen MOZ-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native KAT6A-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von MOZ-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des MOZ-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem KAT6A-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.