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MBD4 Double Nickase Plasmid (h) | sc-403156-NIC | 20 µg | $410.00 |
MBD4 (Methyl-CpG-Bindungsdomänenprotein 4) ist eine DNA-Glykosylase, die G:T- und G:U-Fehlpaarungen erkennt, die durch die Desaminierung methylierter Cytosine entstehen, und die Basenexzisionsreparatur einleitet, um die Integrität von CpG-Stellen zu erhalten. Über seine Methyl-CpG-Bindungsdomäne und die Interaktion mit der Mismatch-Reparaturmaschinerie verknüpft MBD4 den epigenetischen Kontext mit der Genomüberwachung und trägt dazu bei, die Anhäufung von Mutationen an methylierten Loci zu begrenzen. Eine Störung der MBD4-Funktion ist mit erhöhten C>T-Transitionssignaturen und Phänotypen der Mikrosatelliteninstabilität assoziiert und verbindet diesen Signalweg mit Mechanismen der Genominstabilität, wie sie bei mehreren Krebsarten beobachtet werden. Daher ist MBD4 ein weit verbreitetes Forschungsobjekt in der DNA-Reparatur-, Mutations- und Epigenom-Erhaltungsforschung.
MBD4 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des MBD4-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von MBD4 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die MBD4-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit MBD4-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.