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HS2ST1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-405010-ACT | 20 µg | $397.00 |
HS2ST1 kodiert die Heparansulfat-2-O-Sulfotransferase 1, ein im Golgi lokalisiertes Enzym, das während der Biosynthese von Heparansulfat-Proteoglykanen die 2-O-Sulfatierung von Iduronsäureresten katalysiert. Diese Modifikation trägt zur Feinstruktur des Heparansulfats bei und reguliert die Ligandenbindung an Wachstumsfaktoren, Morphogene und Chemokine, wodurch Signalwege wie FGF, VEGF, WNT und Hedgehog beeinflusst werden. Indem HS2ST1 Interaktionen in der extrazellulären Matrix sowie die Rezeptorbindung mitprägt, trägt es zu Zellproliferation, Migration und Entwicklungsmusterbildung bei. Dysregulierte Sulfatierungsmuster von Heparansulfat wurden mit veränderter Signalübertragung im Tumormikromilieu, Angiogenese und entzündlichen Antworten in Verbindung gebracht, was HS2ST1 zu einem relevanten Ziel für mechanistische Studien der glykosaminoglykanabhängigen Signalübertragung macht.
HS2ST1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen HS2ST1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
HS2ST1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des HS2ST1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der HS2ST1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen HS2ST1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native HS2ST1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von HS2ST1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des HS2ST1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem HS2ST1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.