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Glucosidase I CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-405014-ACT | 20 µg | $397.00 |
MOGS kodiert für die Glucosidase I, eine im endoplasmatischen Retikulum (ER) lokalisierte α-Glucosidase, die den ersten Glukose-Trimm-Schritt bei der Prozessierung N‑verknüpfter Glykanstrukturen an neu synthetisierten Glykoproteinen katalysiert. Diese Aktivität ist zentral für die Qualitätskontrolle im ER und beeinflusst das durch Calnexin/Calreticulin unterstützte Falten, die Sekretionskompetenz sowie den ER-assoziierten Abbau (ERAD) fehlgefalteter Proteine. Indem MOGS die Reifung von Glykoproteinen mitprägt, wirkt es auf die Proteostase und auf zelluläre Antworten auf ER-Stress und die Unfolded-Protein-Response (UPR) ein. Eine veränderte MOGS-Funktion wurde mit kongenitalen Glykosylierungsstörungen in Verbindung gebracht und kann über Effekte auf die Prozessierung viraler Hüllglykoproteine auch Wirt–Pathogen-Interaktionen modulieren, was seine Relevanz in der Glykobiologie und in infektionsbezogenen Forschungskontexten unterstreicht.
Glucosidase I Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen MOGS-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Glucosidase I Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des MOGS-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der MOGS-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Glucosidase I-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native MOGS-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Glucosidase I-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Glucosidase I-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem MOGS-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.