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FAT10 Double Nickase Plasmid (m) | sc-423986-NIC | 20 µg | $410.00 |
Das murine Gen **Ubd** kodiert **FAT10** (auch **Ubiquitin D** genannt), einen ubiquitinähnlichen Modifikator, der durch inflammatorische Signale rasch induziert wird und an der FAT10ylierungs-abhängigen Zuführung von Substraten zum **26S-Proteasom** beteiligt ist. FAT10 ist in die Regulation des Ubiquitin–Proteasom-Systems, in Immun-Signalwege und in zelluläre Stressantworten eingebunden und beeinflusst dadurch Proteinumsatz und Proteostase. In immunologischen und epithelialen Kontexten wurde eine veränderte FAT10-Expression mit Veränderungen der Zellzykluskontrolle, der Apoptoseempfindlichkeit und der Aktivität inflammatorischer Signalwege in Verbindung gebracht. Diese Eigenschaften machen Ubd/FAT10 zu einem nützlichen molekularen Knotenpunkt, um in Mausmodellen entzündungsassoziiertes Gewebe-Remodeling und krankheitsrelevante Störungen der Proteostase zu untersuchen.
FAT10 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Ubd-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Ubd abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Ubd-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Ubd-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.