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CPSF1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-405273-ACT | 20 µg | $397.00 |
Humanes CPSF1 (Cleavage and Polyadenylation Specificity Factor, Untereinheit 1) ist eine zentrale Komponente der 3′-End-Prozessierungsmaschinerie, die Polyadenylierungssignale erkennt und die Spaltung der Prä-mRNA sowie die Anfügung des Poly(A)-Schwanzes koordiniert. Durch die Kopplung des Transkriptionsabbruchs mit der RNA-Reifung trägt CPSF1 zur Regulation von mRNA-Stabilität, nukleärem Export und Translation bei und prägt damit globale Genexpressionsprogramme. Eine Störung der Kontrolle von Spaltung und Polyadenylierung kann alternative Polyadenylierungsmuster und nachgeschaltete regulatorische Netzwerke verändern – Prozesse, die häufig mit proliferativen Signalwegen und Stressantwortpfaden in Verbindung gebracht werden. Als zentraler Knotenpunkt der RNA-Prozessierung wird CPSF1 breit im Kontext der Transkriptionsregulation, der Zellzykluskontrolle und krankheitsassoziierter Umgestaltung des Transkriptoms untersucht.
CPSF1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen CPSF1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
CPSF1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des CPSF1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der CPSF1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen CPSF1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native CPSF1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von CPSF1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des CPSF1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem CPSF1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.