
Bestellinformation
| Produkt | Katalog # | EINHEIT | Preis | ANZAHL | Favoriten | |
Capicua CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-406191-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane CIC-Gen kodiert Capicua, einen HMG-Box-DNA-bindenden transkriptionellen Repressor, der die Signalübertragung über Rezeptor-Tyrosinkinasen–RAS–MAPK/ERK in kontextabhängige Genexpressionsprogramme integriert. Capicua begrenzt die Expression von ETS- und anderen Immediate-Early-Transkriptionszielen und formt Proliferation, Differenzierung und Linienfestlegung, indem es extrazelluläre Signale mit einer chromatinassoziierten Repression koppelt. Eine Störung oder Abschwächung der CIC-vermittelten Repression wurde mit einer veränderten MAPK-Signalabgabe und transkriptioneller Fehlregulation in mehreren Tumorkontexten in Verbindung gebracht, wobei CIC als molekulare Bremse für onkogene Signalgebung fungieren kann. Daher wird CIC häufig im Zusammenhang mit signalabhängiger Transkription, Zellzustandsübergängen und Mechanismen einer signalweggetriebenen Umverdrahtung genregulatorischer Netzwerke untersucht.
Capicua Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen CIC-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Capicua Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des CIC-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der CIC-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Capicua-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native CIC-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Capicua-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Capicua-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem CIC-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.