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SLC26A3 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403891-ACT | 20 µg | $397.00 |
SLC26A3 kodiert einen Chlorid/Bicarbonat-Austauscher (DRA), der überwiegend in intestinalen Epithelzellen exprimiert wird. Dort unterstützt er die elektroneutrale NaCl-Resorption und reguliert den luminalen pH-Wert durch koordinierten Anionentransport. Durch die Kopplung der Cl⁻-Aufnahme an die HCO₃⁻-Sekretion trägt SLC26A3 zur epithelialen Ionenhomöostase und zum Flüssigkeitshaushalt bei und interagiert funktionell mit Transportnetzwerken, zu denen CFTR und weitere Mitglieder der SLC26-Familie gehören. Eine Störung oder verminderte Expression von SLC26A3 ist mit kongenitaler Chloriddiarrhö und weiterreichenden Beeinträchtigungen der gastrointestinalen Elektrolytregulation assoziiert, was es zu einem relevanten Ziel für die Untersuchung der Physiologie des epithelialen Transports macht. Veränderte SLC26A3-Aktivität wirkt sich zudem über Änderungen des ionischen Mikromilieus auf Signalwege aus, die die mukosale Barrierefunktion und entzündliche Reaktionen steuern.
SLC26A3 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SLC26A3-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
SLC26A3 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SLC26A3-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SLC26A3-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen SLC26A3-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SLC26A3-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von SLC26A3-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des SLC26A3-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SLC26A3-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.