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SEMA3A CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400716-ACT | 20 µg | $397.00 |
Human SEMA3A kodiert Semaphorin-3A, ein sezerniertes Leitsignal, das hauptsächlich über Neuropilin- (NRP1/NRP2) und Plexin-A-Rezeptoren signalisiert und so die Axonfindung, neuronale Migration und synaptische Musterbildung reguliert. Über das Nervensystem hinaus beeinflusst SEMA3A die Umgestaltung des Zytoskeletts, die Dynamik fokaler Adhäsionen sowie die Signalgebung über Rho-Familien-GTPasen und prägt dadurch Zellbeweglichkeit, Adhäsion und Gewebeorganisation. Es ist an der Angiogenese und der Immunregulation beteiligt, einschließlich der Modulation von dendritischen Zellen und T‑Zell-Antworten, und verknüpft damit die Semaphorin-Signalgebung mit inflammatorischen Mikroumgebungen. Eine fehlregulierte SEMA3A-Expression oder -Signalwegaktivität wurde mit neuroentwicklungsbedingten und neurodegenerativen Prozessen, vaskulärem Remodeling sowie Tumor‑Stroma-Interaktionen in Verbindung gebracht, die für die Krebsbiologie relevant sind.
SEMA3A Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SEMA3A-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
SEMA3A Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SEMA3A-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SEMA3A-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen SEMA3A-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SEMA3A-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von SEMA3A-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des SEMA3A-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SEMA3A-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.