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MYH9 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401182-ACT | 20 µg | $397.00 |
MYH9 kodiert nicht-muskelständiges Myosin IIA, ein aktinabhängiges Motorprotein, das die Hydrolyse von ATP in mechanische Kraft umsetzt und dadurch die Organisation des Zytoskeletts, Zelladhäsion, Polarität und Kontraktilität reguliert. Über seine Funktionen in der Aktomyosin-Dynamik beeinflusst MYH9 Prozesse wie Zellmigration, Zytokinese und Mechanotransduktion und ist in Signalwege eingebunden, die die Rho-GTPase-Signalgebung und den Umbau fokaler Adhäsionen koordinieren. Eine veränderte MYH9-Funktion wird mit MYH9-assoziierten Erkrankungen in Verbindung gebracht, die durch Makrothrombozytopenie und Thrombozytenfunktionsstörungen gekennzeichnet sind; zudem wurde MYH9 im Kontext epithelialer Integrität und invasiven Zellverhaltens untersucht. Diese biologischen Zusammenhänge machen MYH9 zu einem nützlichen Ziel, um die zytoskelettale Kontrolle der Zellarchitektur und stressresponsive Signalwege zu analysieren.
MYH9 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen MYH9-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
MYH9 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des MYH9-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der MYH9-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen MYH9-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native MYH9-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von MYH9-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des MYH9-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem MYH9-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.