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KiSS-1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402710-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen **KISS1** kodiert den Peptidvorläufer **KiSS-1**, der durch proteolytische Prozessierung zu **Kisspeptinen** verarbeitet wird – sezernierten Liganden für den G‑Protein‑gekoppelten Rezeptor **KISS1R (GPR54)**. Die Kisspeptin–KISS1R‑Signalübertragung aktiviert eine **PLC/PKC‑abhängige Kalziummobilisierung** sowie **MAPK‑Signalwege** und integriert damit die neuroendokrine Kontrolle der Freisetzung des Gonadotropin‑Releasing‑Hormons (GnRH) und die umfassendere Regulation der Reproduktionsachse. Neben der endokrinen Funktion wurde KISS1 auch mit der Regulation von Zellmigration und Invasion in Verbindung gebracht, wobei die Effekte auf das metastatische Verhalten je nach Kontext zwischen Tumormodellen variieren. Eine veränderte KISS1/KISS1R‑Signalgebung wurde mit reproduktiven Störungen und Aspekten der Krebsbiologie assoziiert, was KISS1 zu einem nützlichen Knotenpunkt für die Untersuchung von Ligand‑Rezeptor‑Signalübertragung und transkriptioneller Regulation macht.
KiSS-1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen KISS1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
KiSS-1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des KISS1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der KISS1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen KiSS-1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native KISS1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von KiSS-1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des KiSS-1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem KISS1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.