Date published: 2026-7-11

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KIR6.2 Double Nickase Plasmid (m): sc-421232-NIC

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Datenblätter
  • Zielspezies: mouse
  • 20 µg transfektionsfertige, aufgereinigte Plasmid DNA; geeignet für 20 Transfektionen
  • Das KIR6.2 Double Nickase Plasmid (m) wird als Plasmid-Paar geliefert. Die einzelnen Plasmide kodieren für eine D10A mutierte Cas9 Nuklease sowie für je eine unterschiedliche, zielspezifische 20nt guide RNA (gRNA) Sequenz. Dies erlaubt eine hohe Knockout-Effizienz bei gleichzeitig größerer Spezifität als das entsprechende CRISPR/Cas9 KO Plasmid
  • gRNA Sequenzpaare liegen ca. 20 bp auseinander um ein spezifisches Cas9-vermitteltes "Double Nicking" der genomischen DNA zu erlauben und so im Resultat den Effekt eines Doppelstrangbruchs nachzuahmen.
  • Ein Plasmid kodiert für ein Puromycin-Resistenzgen zur Selektion von stabilen Knockout-Zellen. Das andere Plasmid kodiert für ein GFP-Gen für den visuellen Nachweis der Transfektion
  • KIR6.2 Double-Nickase-Plasmid (m) und KIR6.2 Double-Nickase-Plasmid (m2) kodieren unterschiedliche gepaarte gRNA-Designs, die auf Kcnj11 abzielen. Möglicherweise ist eines oder sind beide Designs verfügbar
  • Nach der Transfektion kann die Effizienz des Gen-Knockouts per Western Blot oder histologisch mit folgendem Antikörper überprüft werden: KIR6.2: sc-390104
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    KIR6.2 Double Nickase Plasmid (m)

    sc-421232-NIC
    20 µg
    $410.00

    KIR6.2 Double Nickase Plasmid (m2)

    sc-421232-NIC-2
    20 µg
    $410.00

    Kcnj11 kodiert die nach innen gleichrichtende Kaliumkanal-Untereinheit KIR6.2, einen zentralen Bestandteil ATP-sensitiver K+- (KATP-)Kanäle, die den zellulären Energiestatus mit der Membranerregbarkeit koppeln. In pankreatischen β-Zellen der Maus bildet KIR6.2 zusammen mit Sulfonylharnstoff-Rezeptoren funktionelle Kanäle und reguliert die K+-Leitfähigkeit, den Calciumeinstrom und die Dynamik der Insulinsekretion als Reaktion auf Veränderungen des ATP/ADP-Verhältnisses. In erregbaren Geweben wie Herz, Gehirn und Skelettmuskel beeinflusst die Aktivität von KATP-Kanälen das Auslösen von Aktionspotenzialen, Reaktionen auf metabolischen Stress sowie die Zytoprotektion bei energetischer Belastung. Eine Fehlregulation der durch Kcnj11 vermittelten Kanal-Gating-Eigenschaften wurde mit veränderter Glukosehomöostase und Erregbarkeitsphänotypen in Verbindung gebracht, weshalb Kcnj11 häufig als Ziel in mechanistischen Studien zur Kopplung von Stoffwechsel und elektrischer Signalübertragung genutzt wird.

    KIR6.2 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Kcnj11-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Kcnj11 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Kcnj11-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.

    Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Kcnj11-Störung.

    Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.