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IL-10 Double Nickase Plasmid (m) | sc-421076-NIC | 20 µg | $410.00 |
Maus-*Il10* kodiert Interleukin-10 (IL-10), ein immunregulatorisches Zytokin, das von mehreren Leukozyten-Subtypen produziert wird und angeborene sowie adaptive Entzündungsprogramme begrenzt. IL-10 signalisiert über den IL-10-Rezeptorkomplex und aktiviert JAK1/TYK2-abhängige, STAT3-vermittelte Transkriptionsantworten; dadurch werden NF-κB-getriebene Zytokinproduktion, Antigenpräsentation und kostimulatorische Signalwege gedämpft. Diese Achse prägt die Polarisierung von Makrophagen und dendritischen Zellen, begrenzt die Effektoraktivität von Th1/Th17-Zellen und unterstützt die Gewebehomöostase an mukosalen Barrieren. Eine fehlregulierte IL-10-Signalübertragung ist mit aberranten Entzündungsreaktionen und einer veränderten Anfälligkeit für immunvermittelte Pathologien verbunden, was *Il10* zu einem zentralen Knotenpunkt für die Untersuchung der Zytokin-Feedbackkontrolle in krankheitsrelevanten Modellen macht.
IL-10 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Il10-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Il10 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Il10-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Il10-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.