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HLA-DQB1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-420756 | 20 µg | $397.00 |
H2-Ab1 kodiert die murine MHC‑Klasse‑II‑Beta‑Kette, die funktionell dem humanen HLA‑DQB1 entspricht, und bildet ein Heterodimer, das extrazelluläre Peptidantigene CD4+‑T‑Zellen präsentiert. Diese Antigenpräsentationsachse unterstützt die thymische Selektion, die Aktivierung peripherer T‑Zellen und die Aufrechterhaltung der Immuntoleranz durch regulierten Transport und Peptidbeladung im endosomalen Weg. Eine H2‑Ab1‑abhängige Signalgebung beeinflusst Zytokinprogramme und nachgelagerte adaptive Immunantworten und ist damit mit Mechanismen verknüpft, die Entzündung und Autoimmunität prägen. Eine dysregulierte MHC‑Klasse‑II‑Expression oder Peptidpräsentation wurde in Maus‑Krankheitsmodellen vielfach mit einer veränderten Anfälligkeit für immunvermittelte Pathologien und einer variablen antigenspezifischen Immunantwort in Verbindung gebracht.
Das HLA-DQB1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des H2-Ab1-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des H2-Ab1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von H2-Ab1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die HLA-DQB1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von H2-Ab1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der HLA-DQB1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.