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GRP 75 Double Nickase Plasmid (h) | sc-400471-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
GRP 75 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-400471-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
HSPA9 kodiert GRP75 (Mortalin), ein Chaperon der HSP70-Familie in den Mitochondrien, das den Import, die Faltung und die Qualitätskontrolle nukleär kodierter Proteine in der mitochondrialen Matrix unterstützt. GRP75 reguliert die mitochondriale Proteostase, die Aufrechterhaltung des Membranpotenzials und stressadaptive Antworten und verknüpft dabei Chaperon-Aktivität mit der Effizienz der oxidativen Phosphorylierung sowie der Homöostase reaktiver Sauerstoffspezies. Zudem ist es an der Kommunikation zwischen Mitochondrien und ER sowie an der Calciumhandhabung beteiligt und integriert so den Austausch zwischen Organellen mit dem zellulären Stoffwechsel. Eine fehlregulierte HSPA9/GRP75-Funktion wurde mit Phänotypen mitochondrialer Dysfunktion, veränderter Stresstoleranz sowie mit krebs- und neurodegenerationsrelevanten Signalwegen in Verbindung gebracht, bei denen Proteostase und bioenergetisches Remodeling gestört sind.
GRP 75 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des HSPA9-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von HSPA9 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die HSPA9-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit HSPA9-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.