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GP78 Double Nickase Plasmid (h) | sc-402346-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
GP78 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-402346-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Das menschliche AMFR-Gen kodiert GP78, eine im endoplasmatischen Retikulum (ER) lokalisierte RING-Typ-E3-Ubiquitin-Ligase, die eine zentrale Rolle in der ER-assoziierten Degradation (ERAD) und der Kontrolle der Proteostase durch das Ubiquitin-Proteasom-System spielt. GP78 arbeitet mit E2-Enzymen und ERAD-Komponenten zusammen, um fehlgefaltete oder regulierte Substrate zu ubiquitinieren, und beeinflusst dadurch die Signalgebung der unfolded protein response (UPR), die Lipid- und Cholesterinhomöostase sowie allgemein die zelluläre Anpassung an Stress. In diesen Zusammenhängen wurde AMFR/GP78 in Modellsystemen im Kontext chronischen ER-Stresses, veränderter Proteinumsatzraten sowie von Signalwegen untersucht, die mit onkogener Signalgebung und metastaseassoziierten Phänotypen verknüpft sind. Seine Funktion in der ubiquitinvermittelten Qualitätskontrolle überschneidet sich zudem mit der mitochondrialen Dynamik und autophagiebezogenem Crosstalk, was es für die Analyse stressantwortlicher Netzwerke relevant macht.
GP78 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des AMFR-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von AMFR abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die AMFR-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit AMFR-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.