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GluR-3 Double Nickase Plasmid (m) | sc-424739-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
GluR-3 Double Nickase Plasmid (m2) | sc-424739-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Gria3 kodiert die AMPA-Typ-Glutamatrezeptor-Untereinheit GluR-3, einen liganden-gesteuerten Ionenkanal, der im zentralen Nervensystem der Maus die schnelle exzitatorische Neurotransmission vermittelt. GluR-3-haltige Rezeptoren regulieren die synaptische Übertragung und Plastizität über aktivitätsabhängiges Trafficking und Phosphorylierung und prägen dadurch Prozesse wie die Langzeitpotenzierung und den Umbau dendritischer Spines. Durch die Kontrolle der Na\+/K\+-Leitfähigkeit und nachgeschalteter Ca2\+-abhängiger Signalwege greift GRIA3 in Signalachsen wie MAPK/ERK, CAMKII und Immediate-Early-Gene-Programme ein, die neuronale Aktivität mit transkriptionellen Antworten koppeln. Eine veränderte AMPA-Rezeptorzusammensetzung oder -Signalgebung wird mit neuroentwicklungsbedingten und neuropsychiatrischen Phänotypen sowie mit exzitotoxischen Stressantworten in Verbindung gebracht, was Gria3 zu einem nützlichen Ziel für mechanistische Studien der Schaltkreisfunktion macht.
GluR-3 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Gria3-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Gria3 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Gria3-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Gria3-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.