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GGCX CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-407037 | 20 µg | $397.00 |
GGCX (Gamma-Glutamyl-Carboxylase) ist ein membranständiges Enzym des endoplasmatischen Retikulums, das die vitamin-K-abhängige γ-Carboxylierung von Glutamatresten katalysiert und dadurch Gla-Domänen erzeugt, die für die Calciumbindung erforderlich sind. Diese posttranslationale Modifikation ist essenziell für die Reifung und Aktivität mehrerer sekretierter Proteine, darunter Gerinnungsfaktoren und andere vitamin-K-abhängige Proteine, und verknüpft GGCX mit der Hämostase, der Funktion extrazellulärer Proteine sowie dem Redox-Zyklus innerhalb des Vitamin-K-Stoffwechselwegs. Die GGCX-Aktivität überschneidet sich mit der Proteinverarbeitung im ER und der Qualitätskontrolle des sekretorischen Weges, da eine korrekte Carboxylierung die Proteinfaltung und die Effizienz der Sekretion beeinflusst. Eine genetische Störung oder veränderte Funktion von GGCX wurde mit Blutungsphänotypen und einer weitergehenden Fehlfunktion vitamin-K-abhängiger Proteine in Verbindung gebracht, was GGCX zu einem nützlichen Ziel für die Untersuchung gerinnungsbezogener Biologie und ER-gekoppelter posttranslationaler Regulation macht.
Das GGCX CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des GGCX-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des GGCX-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von GGCX nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die GGCX-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von GGCX-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der GGCX-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.