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FPR CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-418173-ACT | 20 µg | $397.00 |
Formylpeptidrezeptor 1 (FPR1) kodiert FPR, einen siebentransmembranigen GPCR, der N‑formylierte Peptide erkennt, die von Bakterien und geschädigten Mitochondrien stammen, und so eine rasche Chemotaxis von Neutrophilen und Monozyten ermöglicht. FPR1 koppelt hauptsächlich an Gi‑Proteine und aktiviert dadurch PLCβ, intrazelluläre Ca2+-Flüsse sowie PI3K/AKT- und MAPK-Signalwege; dies koordiniert Aktin-Remodelling, Integrinaktivierung, Degranulation und die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies. Über diese Signalwege prägt FPR1 die angeborene Immunüberwachung und das inflammatorische Mikromilieu an Orten von Infektionen oder sterilen Gewebeschädigungen. Eine fehlregulierte FPR1-Signalübertragung wurde bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen und tumorassoziierter Entzündung untersucht, wobei eine veränderte Rekrutierung und Aktivierung von Leukozyten die Krankheitsbiologie beeinflussen kann.
FPR Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen FPR1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
FPR Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des FPR1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der FPR1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen FPR-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native FPR1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von FPR-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des FPR-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem FPR1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.