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DNAH11 Double Nickase Plasmid (h) | sc-404143-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
DNAH11 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-404143-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
DNAH11 kodiert eine axonemale Dynein-Schwerkette, die das ATP-abhängige Gleiten von Mikrotubuli in beweglichen Zilien antreibt und dadurch ein koordiniertes Zilienschlagen sowie eine effiziente mukoziliäre Clearance unterstützt. Als zentraler Bestandteil des äußeren Dynein-Arms wird DNAH11 in die axonemale Architektur eingebaut und reguliert den ziliengetriebenen Flüssigkeitsstrom sowie die Links-rechts-Körperasymmetrie während der Entwicklung. Eine Störung der DNAH11-Funktion ist stark mit der primären ziliären Dyskinesie und Lateralisierungsdefekten assoziiert und verbindet eine beeinträchtigte Dynein-Motoraktivität mit Phänotypen chronischer Atemwegserkrankungen und reproduktiven Funktionsstörungen. DNAH11 wird daher häufig im Kontext von Ziliogenese, axonemalem Transport und Zusammenbau sowie von Signalwegen untersucht, die durch die Zilienmotilität beeinflusst werden.
DNAH11 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des DNAH11-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von DNAH11 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die DNAH11-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit DNAH11-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.