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BF-1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402933-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
BF-1 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-402933-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
FOXG1 kodiert den Transkriptionsfaktor Brain Factor-1 (BF-1) des menschlichen Gehirns, einen Regulator aus der Forkhead-Familie, der während der Neuroentwicklung die Proliferation telencephaler und kortikaler Vorläuferzellen, das zeitliche Auftreten der neuronalen Differenzierung sowie die regionale Musterbildung steuert. BF-1 moduliert Genexpressionsprogramme, die mit der Zellzyklusregulation und der Festlegung neuronaler Linien verknüpft sind, und integriert sich in Signalnetzwerke wie TGF-β/SMAD- und WNT/β-Catenin-abhängige transkriptionelle Outputs. Eine fehlregulierte FOXG1-Dosierung oder -Funktion stört das Gleichgewicht zwischen exzitatorischer und inhibitorischer Aktivität sowie die synaptische Entwicklung; pathogene Varianten sind mit neuroentwicklungsbedingten Erkrankungen einschließlich des FOXG1-Syndroms und epilepsieassoziierten Phänotypen verbunden. In zellulären Modellen dient FOXG1 als zentraler Knotenpunkt zur Untersuchung chromatingesteuerter transkriptioneller Kontrolle, von Schicksalsentscheidungen und von Reifungsverläufen in neuralen Stammzellen und Neuronen.
BF-1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen FOXG1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
BF-1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des FOXG1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der FOXG1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen BF-1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native FOXG1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von BF-1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des BF-1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem FOXG1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.