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ASCL1 Double Nickase Plasmid (m) | sc-421562-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
ASCL1 Double Nickase Plasmid (m2) | sc-421562-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Der bHLH-Transkriptionsfaktor 1 der Achaete-scute-Familie (ASCL1; Ascl1) ist ein proneuraler Regulator, der im sich entwickelnden Nervensystem der Maus die Festlegung auf eine neuronale Zelllinie und die Differenzierung vorantreibt. Durch Bindung an E-Box-Motive koordiniert ASCL1 transkriptionelle Programme, die den Austritt aus dem Zellzyklus mit der Neurogenese koppeln, und interagiert dabei mit der Notch-Signalgebung, Chromatin-Remodeling sowie bHLH-Regulationsnetzwerken, die Schicksalsentscheidungen neuraler Vorläuferzellen prägen. Eine veränderte ASCL1-Aktivität wird genutzt, um fehlregulierte Differenzierungszustände zu modellieren, die für die Entwicklungsneurobiologie relevant sind, sowie kontextabhängige, neuroendokrin-ähnliche Transkriptionsprogramme, wie sie bei krankheitsassoziierten Zellzustandsübergängen beobachtet werden.
ASCL1 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Ascl1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Ascl1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Ascl1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Ascl1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.