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ANO6 Double Nickase Plasmid (m) | sc-430612-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
ANO6 Double Nickase Plasmid (m2) | sc-430612-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Das murine Gen **Ano6** kodiert **ANO6** (auch bekannt als **TMEM16F**), eine Ca2+-aktivierte Phospholipid-Scramblase und einen Ionenkanal, der die Lipidasymmetrie der Plasmamembran und die Exposition von Phosphatidylserin reguliert. Die ANO6-Aktivität verknüpft intrazelluläre Kalziumsignale mit Prozessen der Membranremodellierung, darunter gerinnungsrelevante Veränderungen der Zelloberfläche, Vesikelabschnürung und regulierter Zelltod. In immunologischen und hämatopoetischen Kontexten beeinflusst ANO6 die prokoagulatorische Funktion von Thrombozyten sowie die Membrandynamik von Makrophagen oder Lymphozyten und ist damit an Signalwegen beteiligt, die Hämostase und Entzündung steuern. Eine Fehlregulation des ANO6-abhängigen Scramblings wurde mit Blutungsphänotypen und veränderter Zellbeseitigung in Verbindung gebracht, was **Ano6** zu einem geeigneten Ziel für die Untersuchung der Membranhomöostase und Ca2+-abhängiger Signalnetzwerke in Mausmodellen macht.
ANO6 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Ano6-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Ano6 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Ano6-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Ano6-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.