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Vitamin D Receptor/VDR CRISPR Activation Plasmid (m) | sc-423664-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
Vitamin D Receptor/VDR CRISPR Activation Plasmid (m2) | sc-423664-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
Das murine Vdr-Gen kodiert den Vitamin-D-Rezeptor (VDR), einen ligandenaktivierten nukleären Rezeptor, der mit RXR ein Heterodimer bildet, an Vitamin-D-Response-Elemente bindet und Transkriptionsprogramme reguliert, die die Homöostase von Calcium und Phosphat, die epitheliale Differenzierung sowie die Immunmodulation steuern. VDR integriert Signale aus der Steroidhormon-Signalübertragung mit Chromatin-Remodeling und beeinflusst dadurch die Zellzykluskontrolle, die Barrierefunktion und die Expression entzündungsrelevanter Gene in zahlreichen Geweben. In der biomedizinischen Forschung wird eine veränderte Vdr-Aktivität häufig im Zusammenhang mit Knochen- und Mineralstoffwechsel, Darmphysiologie und immunvermittelten Entzündungen untersucht, wobei Verschiebungen in der VDR-abhängigen Transkription Zytokinnetzwerke und Stoffwechselwege umgestalten können. Diese Funktionen machen Vdr zu einem zentralen Knotenpunkt, um Transkriptionsregulation und Signalkommunikation („Crosstalk“) bei entwicklungs- und krankheitsrelevanten Phänotypen in Mausmodellen und Zellkulturen zu analysieren.
Vitamin D Receptor/VDR Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen Vdr-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Vitamin D Receptor/VDR Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des Vdr-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der Vdr-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Vitamin D Receptor/VDR-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native Vdr-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Vitamin D Receptor/VDR-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Vitamin D Receptor/VDR-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem Vdr-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.