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SSTR2 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401618-ACT | 20 µg | $397.00 |
Somatostatinrezeptor 2 (SSTR2) ist ein an Gi/o gekoppelter G‑Protein‑gekoppelter Rezeptor (GPCR), der die hemmenden Wirkungen von Somatostatin auf die Hormonsekretion, die neuronale Erregbarkeit und die Zellsignalübertragung vermittelt. Nach Ligandenbindung hemmt SSTR2 die Adenylylcyclase und reduziert dadurch die cAMP/PKA-Signalgebung, moduliert die Aktivität von Ionenkanälen und kann MAPK/ERK- sowie PI3K-assoziierte Signalwege aktivieren, mit kontextabhängigen Effekten auf Proliferation und Differenzierung. Rezeptorinternalisierung und Recycling bzw. Desensitivierung über β‑Arrestin‑vermittelte Prozesse prägen zusätzlich die Signaldynamik und die zelluläre Reaktionsfähigkeit. Eine veränderte SSTR2-Expression wird in der neuroendokrinen Biologie und in Tumormodellsystemen breit als molekulares Merkmal genutzt und unterstützt Untersuchungen zur Rezeptor-Trafficking, endokrinen Regulation und zum Umbau von GPCR-Signalnetzwerken.
SSTR2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SSTR2-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
SSTR2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SSTR2-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SSTR2-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen SSTR2-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SSTR2-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von SSTR2-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des SSTR2-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SSTR2-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.