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RFC4 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-403956 | 20 µg | $397.00 |
RFC4 (Replikationsfaktor C, Untereinheit 4) ist eine zentrale Komponente des RFC-Clamp-Loader-Komplexes, der PCNA auf geprimte DNA lädt und damit eine prozessive DNA-Synthese während der Replikation ermöglicht sowie die DNA-Reparatur koordiniert. Über seine ATPase-getriebenen Interaktionen mit PCNA und DNA-Polymerasen unterstützt RFC4 den Verlauf der S-Phase, die Stabilität der Replikationsgabel und checkpoint-assoziierte Antworten auf Replikationsstress. Eine Störung von RFC4 beeinträchtigt die Dynamik der DNA-Replikation und kann die Genominstabilität erhöhen, wodurch die Funktion des RFC-Komplexes mit Signalwegen verknüpft wird, die bei proliferativen Erkrankungen häufig verändert sind. Als Teil des umfassenderen Netzwerks aus DNA-Replikation und -Reparatur wird RFC4 häufig im Kontext der Zellzyklusregulation und von Stressantworten untersucht.
Das RFC4 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des RFC4-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des RFC4-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von RFC4 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die RFC4-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von RFC4-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der RFC4-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.