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MOG CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402717-ACT | 20 µg | $397.00 |
Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein (MOG) ist ein Myelinoberflächenprotein des ZNS, das besonders in den Fortsätzen von Oligodendrozyten sowie in den äußersten Lamellen der Myelinscheide angereichert ist und zur Integrität des Myelins sowie zu Axon-Glia-Interaktionen beiträgt. Als gut zugängliches Membranantigen im Myelinkompartiment wird MOG häufig genutzt, um die Immunerkennung von ZNS-Myelin und die Mechanismen zu untersuchen, die Demyelinisierung und Remyelinisierung regulieren. Veränderte, gegen MOG gerichtete Immunantworten und Änderungen in myelinassoziierten Genprogrammen sind für entzündliche demyelinisierende Erkrankungen und neuroinflammatorische Pathologien relevant, was seinen Einsatz in Studien zur Oligodendrozytenbiologie, Antigenpräsentation und Schädigung der weißen Substanz unterstützt. Die experimentelle Modulation der MOG-Expression kann helfen, Signalwege zu charakterisieren, die die Myelinerhaltung, die Aktivierung von Mikroglia und den neuroimmunologischen Crosstalk steuern.
MOG Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen MOG-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
MOG Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des MOG-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der MOG-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen MOG-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native MOG-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von MOG-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des MOG-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem MOG-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.