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MBD6 Double Nickase Plasmid (h) | sc-414039-NIC | 20 µg | $410.00 |
Das Methyl-CpG-bindende Domänenprotein 6 (MBD6) ist ein chromatinassoziierter Faktor, der Merkmale der DNA-Methylierung erkennt und dazu beiträgt, epigenetische Markierungen zu interpretieren, um Transkriptionsprogramme zu formen. In menschlichen Zellen ist MBD6 mit der Regulation der Genexpression durch Chromatin-Remodeling und die Aufrechterhaltung repressiver Chromatinzustände verbunden und beeinflusst damit Prozesse wie Zellidentität und Differenzierung. Da eine methylierungsabhängige Chromatinkontrolle bei Krebs und neuroentwicklungsbezogenen Phänotypen häufig verändert ist, bietet die Störung von MBD6 einen Ansatz, um zu untersuchen, wie epigenetische „Reader“ Transkriptionsnetzwerke unter normalen sowie krankheitsrelevanten Bedingungen modulieren. Funktionsstudien zu MBD6 können die wechselseitige Beeinflussung zwischen DNA-Methylierung, Histonmodifikationen und Signalwegen der Genomstabilität aufklären.
MBD6 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des MBD6-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von MBD6 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die MBD6-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit MBD6-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.