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GS27 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-406352-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen **GOSR2** kodiert **GS27**, ein Qb-SNARE, das im **cis-Golgi** und im **ER–Golgi-Intermediate-Compartment** lokalisiert ist und das **Vesikeltethering** sowie die **Membranfusion** innerhalb des frühen sekretorischen Weges unterstützt. Durch die Zusammenarbeit mit anderen SNAREs wie **Syntaxin 5**, **BET1** und Mitgliedern der **SEC22**-Familie trägt GS27 zur Aufrechterhaltung der Golgi-Organisation, des **Cargo-Transports** und der **Proteinprozessierung** über **COPI/COPII**-abhängige Transportzyklen bei. Eine Störung der GOSR2-Funktion wurde mit **neuroentwicklungsbezogenen Phänotypen** und **progressiver Myoklonus-Epilepsie** in Verbindung gebracht, was mit der besonderen Empfindlichkeit von Neuronen gegenüber Stress im sekretorischen System und einem Ungleichgewicht der **Proteostase** übereinstimmt. Daher wird GS27 häufig in Zusammenhängen wie **ER-Stressantworten**, **Glykoproteinreifung** und **retrogradem Golgi-zu-ER-Transport** untersucht.
GS27 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen GOSR2-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
GS27 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des GOSR2-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der GOSR2-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen GS27-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native GOSR2-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von GS27-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des GS27-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem GOSR2-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.