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GPR4 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-403659 | 20 µg | $397.00 |
GPR4 kodiert einen protonensensitiven G‑Protein‑gekoppelten Rezeptor, der als zellulärer pH‑Sensor fungiert und eine extrazelluläre Azidose in intrazelluläre Signalgebung übersetzt. Nach Aktivierung koppelt GPR4 an heterotrimere G‑Proteine und moduliert cAMP/PKA‑ sowie phospholipase‑C‑abhängige Signalwege, wodurch Calciumflüsse, Zytoskelettdynamik und Transkriptionsprogramme beeinflusst werden, die mit dem Verhalten von Endothel‑ und Immunzellen verknüpft sind. Seine Expression ist insbesondere in vaskulären und inflammatorischen Kontexten erhöht, in denen saure Mikroumgebungen häufig auftreten, und wurde im Zusammenhang mit Endothelaktivierung, Rekrutierung von Leukozyten sowie Gewebereaktionen auf Hypoxie und Entzündung untersucht. Eine veränderte GPR4‑Signalgebung wurde mit fehlregulierter inflammatorischer Signalübertragung und Stressantworten der Mikroumgebung in Verbindung gebracht, die für die Biologie kardiovaskulärer und immunvermittelter Erkrankungen relevant sind.
Das GPR4 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des GPR4-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des GPR4-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von GPR4 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die GPR4-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von GPR4-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der GPR4-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.