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GARNL4 Double Nickase Plasmid (h) | sc-411668-NIC | 20 µg | $410.00 |
RAP1GAP2 kodiert GARNL4, ein Rap‑GTPase-aktivierendes Protein, das die GTP-Hydrolyse an Rap1/Rap2 beschleunigt und so die Signalübertragung kleiner GTPasen an der Plasmamembran und am Zytoskelett begrenzt. Durch die Modulation der Rap‑abhängigen Kontrolle von Integrinaktivierung, Zelladhäsion und Aktin-Remodelling trägt GARNL4 zur Regulation der Signalgebung, des Traffickings und stimulusgekoppelter Antworten in Thrombozyten und Leukozyten bei. Dieser RAP1‑Signalweg überschneidet sich über vorgeschaltete Rezeptoren und Adapterkomplexe mit MAPK/ERK‑ und PI3K‑verknüpften Netzwerken und formt dadurch zelluläre Aktivierungsschwellen und Sekretionsdynamiken. Fehlregulierte Rap‑Signalgebung und veränderte GAP‑Aktivität werden häufig im Kontext abnormer Hämostase, inflammatorischer Signalgebung sowie krebsassoziierter Veränderungen von Adhäsion und Migration untersucht.
GARNL4 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des RAP1GAP2-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von RAP1GAP2 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die RAP1GAP2-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit RAP1GAP2-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.