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GABAA Rδ CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401954-ACT | 20 µg | $397.00 |
GABRD kodiert die δ‑Untereinheit des menschlichen GABA\_A‑Rezeptors, eines ligandengesteuerten Chloridkanals, der die tonische inhibitorische Neurotransmission im zentralen Nervensystem vermittelt. Der Einbau der δ‑Untereinheit in extrasynaptische Rezeptorkomplexe verleiht eine hohe Empfindlichkeit gegenüber extrazellulärem (ambientem) GABA und trägt zu einer anhaltenden Chloridleitfähigkeit bei, die die neuronale Erregbarkeit und Netzwerkoszillationen mitprägt. Über die Regulation des inhibitorischen Tonus steht die δ‑Signalgebung des GABA\_A‑Rezeptors in Wechselwirkung mit synaptischer Plastizität, stressabhängiger neurosteroidaler Modulation sowie dem Gleichgewicht zwischen Erregung und Hemmung. Veränderte GABRD‑Expression oder Rezeptorzusammensetzung wurde in der Forschung mit neuropsychiatrischen und neurologischen Phänotypen in Verbindung gebracht, die mit gestörter inhibitorischer Signalübertragung einhergehen, darunter erhöhte Anfallsanfälligkeit und stimmungsbezogene Endophänotypen.
GABAA Rδ Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen GABRD-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
GABAA Rδ Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des GABRD-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der GABRD-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen GABAA Rδ-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native GABRD-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von GABAA Rδ-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des GABAA Rδ-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem GABRD-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.