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GABAA Rβ1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403935-ACT | 20 µg | $397.00 |
GABRB1 kodiert die β1‑Untereinheit des menschlichen GABA\_A‑Rezeptors, eines ligandengesteuerten Chloridkanals, der die schnelle inhibitorische Neurotransmission im zentralen Nervensystem vermittelt. Die Einbindung von β‑Untereinheiten ist entscheidend für den Zusammenbau des Rezeptors, seine synaptische Lokalisation und die Kanal-Gating-Eigenschaften, die die neuronale Erregbarkeit und Netzwerkoszillationen prägen. Über die GABAerge Signalübertragung trägt GABRB1 zu Prozessen wie synaptischer Inhibition, Plastizität und dem Gleichgewicht zwischen Erregung und Hemmung in kortikalen und subkortikalen Schaltkreisen bei. Veränderungen in der Untereinheitenzusammensetzung oder Expression von GABA\_A‑Rezeptoren werden mit neuroentwicklungsbedingten und neuropsychiatrischen Phänotypen in Verbindung gebracht, was die Nutzung von GABRB1 als mechanistischen Knotenpunkt in Studien zur Dysfunktion inhibitorischer Signalübertragung stützt.
GABAA Rβ1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen GABRB1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
GABAA Rβ1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des GABRB1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der GABRB1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen GABAA Rβ1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native GABRB1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von GABAA Rβ1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des GABAA Rβ1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem GABRB1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.