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DNA pol θ Double Nickase Plasmid (m) | sc-429582-NIC | 20 µg | $410.00 |
Das Mausgen *Polq* kodiert die DNA-Polymerase Theta (POLθ), eine fehleranfällige Polymerase der A-Familie mit intrinsischer helicaseähnlicher Aktivität, die das alternative End-Joining bei der Reparatur von DNA-Doppelstrangbrüchen unterstützt. POLθ ist ein zentraler Effektor des mikrohomologievermittelten End-Joining (MMEJ) und beeinflusst die Genomstabilität, die Toleranz gegenüber Replikationsstress sowie die Auflösung blockierter oder kollabierter Replikationsgabeln. Ihre Aktivität überschneidet sich funktionell mit der homologen Rekombination und dem klassischen nicht-homologen End-Joining und prägt dadurch die mutationalen Ergebnisse der DNA-Schadensreparatur. Eine dysregulierte, POLθ-abhängige Reparatur wurde mit erhöhten Phänotypen genomischer Instabilität in Verbindung gebracht, die häufig in der Krebsbiologie und in Modellsystemen mit DNA-Reparaturdefekten untersucht werden.
DNA pol θ Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Polq-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Polq abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Polq-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Polq-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.