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CLC-1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-405071 | 20 µg | $397.00 |
CLCN1 kodiert den spannungsabhängigen Chloridkanal CLC-1 der Skelettmuskulatur, der durch seine hohe Chloridleitfähigkeit in Ruhe maßgeblich die Repolarisation der Membran und die elektrische Stabilität bestimmt. Indem CLC-1 repetitives Aktionspotenzial-Feuern begrenzt und die Erregbarkeit formt, unterstützt er die normale Erregungs‑Kontraktions‑Kopplung und die Homöostase der Muskelfasern. Die Aktivität von CLCN1 wird durch Spannung, intrazelluläres Chlorid und Signalinputs reguliert, die das Gating des Kanals verändern, und ist damit mit der Physiologie des Ionentransports und dem metabolischen Zustand verknüpft. Pathogene Varianten oder eine Fehlregulation von CLCN1 sind stark mit Myotonie und verwandten neuromuskulären Phänotypen assoziiert, die durch eine beeinträchtigte Muskelrelaxation gekennzeichnet sind.
Das CLC-1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des CLCN1-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des CLCN1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von CLCN1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die CLC-1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von CLCN1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der CLC-1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.